Team Leadership Competence Questionnaire

Der Team Leadership Competence Questionnaire (TLC-Q) ist ein Kompetenzfragebogen, der den Führungsstil, die Kompetenzen und die Motivation eines Managers aufzeichnet. Der TLC-Q wurde auf der Grundlage von Untersuchungen der Führungskompetenzen von Teamleitern entwickelt. Es geht daher vor allem um die Kompetenzen, die zur direkten Führung eines Teams wichtig sind. Dieser Fragebogen ist viel enger gefasst als die Managementrollen von Quinn, die auch einen administrativen und externen Fokus haben.

Anwendung

Der TLC-Q wird vor allem in Management-Schulungen, Management-Audits und beim Coaching eingesetzt, wenn es um die Qualitäten und Kompetenzen von Teamleitern und Team-Managern geht.

Entwicklung

Jede Kompetenz wird von drei Seiten untersucht, nämlich:

1. Wie gut? Das ist die Selbstbeurteilung der Beherrschung dieser Kompetenz.
2. Wie oft? Durch diese Frage wird klar, ob diese Kompetenz momentan zum Einsatz kommt.
3. Wie viel Spaß? Hier wird deutlich, wie hoch die Motivation ist, diese Kompetenz einzusetzen.

Menschenorientiert und aufgabenorientiert
Der vorherrschende Stil wird ersichtlich, indem untersucht wird, in welchem Maße die menschenorientierten oder aufgabenorientierten Kompetenzen dominieren.

Talent und Motivation für aktuelle Herausforderungen
Durch den Fragebogen wird verdeutlicht, welche drei Ziele momentan wichtig sind, um das Team voranzubringen. Diese Ziele stehen in Beziehung zu den Kompetenzen, die folglich wichtig sind. Weil der Fragebogen auch Einblick in die Motivation und die Beherrschung dieser Kompetenzen gibt, ist es möglich, Feedback darüber zu geben, zu welchem Ausmaß der Teamleiter momentan die nötigen Kompetenzen besitzt oder motiviert ist, diese zu entwickeln.

TLC-Q als 360-Grad-Feedback
Dieser Fragebogen ist auch als 360-Grad-Feedback im 360-Toolkit zu finden. Es ist außerordentlich interessant, sein Selbstbild zu untersuchen, aber in vielen Situationen ist es auch wünschenswert, die Perspektive der Teammitglieder zu berücksichtigen. Beim Formulieren von Entwicklungszielen für Manager kann der TLC-Q als Input dienen und die 360-Grad Variante den Effekt davon messen. Die Übereinstimmungen und Differenzen zwischen dem Selbstbild und dem Bild anderer können gute Anknüpfungspunkte zum Coaching bieten.

Kompetenzen

  • Argumentieren: Im Stande sein, in einer Diskussion inhaltlich starke Argumente einzubringen und diese mit Überzeugung zu präsentieren.
  • Coaching: Im Stande sein (in der Rolle des Teamleiters) die Teammitglieder zu stimulieren und in ihrer Entwicklung zu begleiten.
  • Beraten: Im Stande sein, die Teammitglieder in Diskussionen zu verwickeln und ihnen Fragen zu stellen, um zu verstehen, was ihre Ziele und Interessen sind.
  • Kontrollieren: Im Stande sein, Normen und Regeln aufzustellen, zu kontrollieren und korrigierende Maßnahmen zu ergreifen.
  • Delegieren: Im Stande sein, Verantwortlichkeiten angemessen an Teammitglieder zu übertragen, indem man deutliche Anweisungen gibt und die Voraussetzungen dazu schafft.
  • Befähigen: Im Stande sein, Entscheidungen zu delegieren und Vertrauen in die Teammitglieder zu zeigen.
  • Extern vertreten: Im Stand sein, das Team außerhalb der Organisation auf repräsentative Weise zu vertreten und zu profilieren.
  • Generieren: Im Stand sein, innovative Ideen zu entwickeln und konstruktiv auf Ideen von anderen zu bauen.
  • Inspirieren: Im Stand sein, die Teammitglieder an ambitiösen Plänen zu beteiligen und ihre (intrinsische) Motivation zu entwickeln, um die gesteckten Ziele zu erreichen.
  • Intern vertreten: Im Stande sein, das Team innerhalb der Organisation auf repräsentative Weise zu vertreten und zu profilieren.
  • Unterstützen: Im Stande sein, Signale von Teammitgliedern wahrzunehmen, angemessen zu reagieren und Unterstützung anzubieten.
  • Strukturieren: Im Stande sein, Arbeitsprozesse zu strukturieren, um Rollen und Prozesse gezielt zu steuern.